loader image

Warum wird das Angebot des Triemlispitals mit einer Rehabilitationsklinik ausgebaut?

  • Die neue Rehabilitationsklinik wird durch die Kliniken Valens auf dem Triemli-Areal erstellt und betrieben. Die Stadt Zürich muss nicht für die Finanzierung aufkommen und kann dennoch das Angebot ihrer Versorgungskette massgeblich erweitern. 
  • Die Nähe zu den Stadtspitälern und die Lage auf dem Triemli-Areal schaffen wertvolle Synergien in der medizinischen und betrieblichen Zusammenarbeit und erlaubt dem Stadtspital Triemli effizienter zu wirtschaften. Dies ist ein Vorteil – sowohl für die beiden Stadtspitäler als auch für die Rehabilitationsklinik.
  • Es besteht in der Stadt Zürich ein grosser Bedarf an stationären Rehakapazitäten. Diesem Bedarf muss nachgegangen werden.
  • Die künftige breite und umfassende Zusammenarbeit mit der neuen Rehabilitationsklinik wird ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Triemlispitals sein. Das diversifizierte Leistungsspektrum des Triemli wird mit einem gleichen Angebot an Rehabilitationsleistungen ergänzt. Hierdurch entsteht für die Patientinnen und Patienten ein breites und gut aufeinander abgestimmtes Angebot an integrierter Versorgung.

Das neue Bettenhaus Triemli ist nicht voll ausgelastet. Weshalb wird ein Neubau für die Reha erstellt, statt die Räumlichkeiten der bestehenden Spitalinfrastruktur beim Triemli zu nutzen?

  • Es wird angestrebt, die Infrastrukturen des Stadtspitals Triemli zu verdichten. Hierdurch ist perspektivisch zu wenig Fläche für den Betrieb einer Rehaklinik vorhanden. Zudem fehlt die spezifische Infrastruktur (v.a. grosse Therapieflächen und ein Therapiebad), die für den Betrieb einer Rehabilitationsklinik erforderlich ist.
  • Die neue Rehabilitationsklinik wird ca. 150 Betten umfassen, die zum grossen Teil in Einzelzimmern geschaffen werden. Diese Kapazitäten stehen in der bestehenden Spitalinfrastruktur des Stadtspitals Triemli nicht zur Verfügung. 
  • Umbauarbeiten in diesem Ausmass würden mehr Kosten verursachen als ein Neubau. Die nun angestrebte Lösung ist im Kosten-Nutzenverhältnis die effizienteste Lösung.

Warum wird anstelle eines Neubaus nicht der alte Bettenturm renoviert?

  • Der alte Bettenturm wird derzeit einer Instandhaltungsmassnahme unterzogen. Nach Abschluss werden hier die Ambulatorien und Büros des Triemli untergebracht, die derzeit in den drei alten Personalhäusern sind. Die Personalhäuser werden nach der Leerung rückgebaut.
  • Umbauarbeiten in diesem Ausmass würden mehr Kosten verursachen als ein Neubau. Die nun angestrebte Lösung ist im Kosten-Nutzenverhältnis die effizienteste Lösung. 

Warum wird die neue Reha nicht am Stadtspital Waid gebaut? Hier besteht ja bereits ein Fokus auf Geriatrie, für die eine Reha ganz besonders bedeutend ist.

  • Für die Reha Triemli wurden alle Projektoptionen ausgelotet. Ausschlaggebend war, dass ein Neubau am Triemli die effizienteste Lösung darstellt. Das betrifft hauptsächlich die Medizin der kurzen Wege, aber auch Baukosten und Synergieeffekte mit der bereits bestehenden Infrastruktur. 
  • Die neue Rehaklinik benötigt grosse Flächen für spezialisierte Therapie-Infrastruktur, die im Stadtspital Waid nicht zur Verfügung stehen, z.B. grosse Therapieflächen oder ein Therapiebad. Diese können in der bestehenden Infrastruktur nicht gewährleistet werden.
  • Die geriatrische Klinik am Spital Waid kann dennoch stark von der neuen Reha-Klinik profitieren und ist in das Projekt stark eingebunden.

Rechnet man allgemein mit mehr Rehaplätzen oder werden in den Bergen Betten gestrichen?

  • Der Bedarf an Rehabilitationsplätzen nahe zum Wohnort ist gross. Mit der neuen Rehaklinik wird dem entsprochen und direkt in der Stadt Zürich rund 150 spitalnahe Rehaplätze geschaffen. 
  • Insgesamt ist in der gesamten Schweiz mit einem zunehmenden Bedarf an Rehabilitationskapazitäten zu rechnen, sodass neue und hinsichtlich der heutigen Anforderungen des Gesundheitssystems entwickelte Rehaplätze erforderlich sind. 

Sind Beschwerden aus den Kantonen Aargau/ Thurgau zu erwarten?

  • Der Bedarf an wohnortnahen Rehabilitationsplätzen ist gross. Diesen können die Nachbarkantone aufgrund der Distanz zum Wohnort der Patientinnen und Patienten nicht gleichermassen erfüllen wie die Reha Triemli.
  • Insgesamt ist in der gesamten Schweiz mit einem zunehmenden Bedarf an Rehabilitationskapazitäten zu rechnen, von dem auch andere Rehabilitationsanbieter profitieren können.

Kannibalisiert sich die Stadt mit diesem Angebot nicht selbst? Das Triemli hat ja bereits eine Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation?

  • Nein, das Triemli hat keinen Leistungsauftrag für Rehabilitation. Dieser wurde mit Einführung des DRG-Systems (im Jahr 2012) zurückgegeben, da dies nicht zu den Kernkompetenzen eines Akutspitals gehört. Die Klinik heisst seitdem «Klinik für Rheumatologie». 
  • Das Kooperationsprojekt ergänzt das Angebot des Stadtspitals Triemli daher und entspricht dem Bedarf an spitalnahen und wohnortnahen Rehabilitationsplätzen. 

Was bedeutet dieses Vorhaben für andere Rehakliniken im Raum Zürich?

  • Der Bedarf an Rehabilitationsplätzen nahe zum Wohnort und in der Stadt Zürich ist gross. 
  • Die beiden Stadtspitäler haben selbst einen hohen Bedarf, um für die von ihnen behandelten Patientinnen und Patienten eine optimale Weiterbehandlung zu ermöglichen. Zusätzlich kommen noch potenzielle Patientinnen und Patienten von anderen Spitälern im Raum Zürich hinzu. Das Universitätsspital Zürich hat ein grosses Interesse an Verlegungsmöglichkeiten angemeldet.
  • Andere Kooperationsprojekte sind vom Projekt am Stadtspital Triemli nicht unmittelbar beeinflusst; Zuweisungen an bestehende Rehapartner können und werden weiterhin erfolgen, je nach Wohnort und Wunsch der Patientinnen und Patienten. 

Gibt es eine Koordination oder Zusammenarbeit mit den umliegenden Spitälern?

  • Das Universitätsspital Zürich unterstützt die Reha Triemli und hat grosses Interesse für Rehaplätze für Patientinnen und Patienten des USZ bekundet.
  • Der Fokus liegt darauf, die Rehabilitation von Patientinnen und Patienten beider Stadtspitäler Triemli und Waid durchzuführen. Grundsätzlich gilt aber natürlich weiterhin die Wahlfreiheit der Patientinnen und Patienten.

Wie wird die Rehaklinik mit den Stadtspitälern zusammenarbeiten? Wie profitieren die Stadtspitäler vom Zusammenarbeitsprojekt?

  • Eine „Medizin der kurzen Wege“ von Akutsomatik und Rehabilitation wird entstehen. Hierdurch wird die Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten noch besser werden.
  • Rehamediziner können bereits an Visiten im Akutspital teilnehmen und so das Rehapotiential sowie den richtigen Übertrittszeitpunkt ermitteln. Die Akutmediziner hingegen können bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes in die Rehaklinik geholt werden, ohne dass der Patient ins Akutspital zurücküberwiesen werden muss.
  • Die enge Zusammenarbeit des klinischen Fachpersonals bereichert die Tätigkeit und ermöglicht einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Weiterbildungen.
  • Angestrebt ist die Nutzung von Synergien am Triemli z.B. in der Radiologie, der Labordiagnostik oder der Küche. Hierdurch wird die vorhandene Infrastruktur des Triemli besser ausgelastet und das Spital kann effizienter wirtschaften.

Warum bietet die Stadt nicht selbst eine Reha an?

  • Die heutige Rehabilitation ist ein hochspezialisiertes Fachgebiet, das die beiden Stadtspitäler momentan nicht abdecken.
  • Der Aufbau für eine eigene Reha würde sehr lange Zeit in Anspruch nehmen.
  • Es ist den beiden Stadtspitälern ein Anliegen, sich auf ihre Kernkompetenzen (Akutsomatik) zu fokussieren.

Was für Reha-Fachgebiete werden vorgesehen?

  • Es wird eine grösstmögliche Synergienutzung angestrebt. Daher sind alle Rehafachgebiete erforderlich, die für die Stadtspitäler eine Fortführung der begonnenen Behandlung ermöglichen.
  • Konkret sind dies die internistische, internistisch-onkologische, kardiovaskuläre, neurologische, muskuloskelettale und die pulmonale Rehabilitation.